めんどくさいシェアハウス? (ドイツ語)
„Eine Wohngemeinschaft…“, murmelte ich vor dem Spiegel.
„Wie ätzend.“
Ich wusch mir das Gesicht, putzte die Zähne und zog meine Schuluniform an. Danach ging ich die Treppe hinunter ins Wohnzimmer und öffnete die Tür.
Auf der Couch saß Opa und schaute wie immer morgens fern.
„Itsuki.“
Er drehte sich halb um und schaute über die Rückenlehne der Couch.
„Ja, Opa?“
Mit einem warmen Lächeln im Gesicht fragte er:
„Kannst du heute für mich einkaufen gehen?“
„Opa, ich hab dir noch gar nicht erzählt… Es kann sein, dass ich heute schon in eine Wohngemeinschaft ziehe. Es ist ein Schulprojekt.“
…Warum habe ich das jetzt so direkt gesagt?
Verdammt. Ich will nicht, dass Opa traurig wird.
Ich starrte ihn an. Für einen kurzen Moment herrschte Stille.
Oh nein. Wieso hab ich’s ihm so unverblümt gesagt? Idiot!
Doch dann — zu meiner Überraschung — fing Opa an zu lachen.
„Echt? Wie cool, Itsuki! Dann kannst du dich ja endlich mit Leuten in deinem Alter anfreunden!“
…Das war nicht die Reaktion, die ich erwartet habe.
Er drehte sich wieder zum Fernseher.
„Ich frag einfach unsere netten Nachbarn, ob sie für mich einkaufen können.“
Ich blieb kurz stehen und sah ihn an.
Mit Leuten in meinem Alter anfreunden…?
Opa… ja, vielleicht im selben Alter.
Aber sicher nicht auf demselben Reife-Niveau.
Ich ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und holte das Bento von gestern Abend heraus. Als ich es in meinen Rucksack packte, fiel mir auf:
Er sah überhaupt nicht traurig aus.
Im Gegenteil — als ich ihm von der Wohngemeinschaft erzählte, wirkte er… glücklich.
Fast so, als ob er wollte, dass ich gehe.
Kommt er wirklich gut ohne mich klar?
Mit diesem Gedanken ging ich durch das Wohnzimmer, an ihm vorbei, zog mir die Schuhe an und öffnete die Haustür.
„Tschüss, Opa.“
„Mach’s gut, Itsuki.“
Ich trat hinaus und machte mich auf den Weg zur Schule.
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Wie jeden Morgen ging ich kurz bei der Bäckerei vorbei und bestellte mir einen Kaffee. Während ich wartete, starrte ich die Backwaren in der Auslage an.
Mal ehrlich — welcher Idiot ist auf die Idee gekommen, im letzten Oberschuljahr eine verdammte Wohngemeinschaft zu starten und das als „soziales Schulprojekt“ zu verkaufen?
Hat irgendjemand die Schüler gefragt, ob sie am ersten Schultag einfach mal so ausziehen wollen?
Ich muss mit Fremden zusammenleben…
Plötzlich tauchte in meinem Kopf Sayas Gesicht auf.
Wie sie mich gestern mit diesen wütenden Augen angesehen hat…
Aber diese Augen — dieses kalte, klare Blau—
Halt. Stopp.
Ich schüttelte den Kopf.
Was rede ich da schon wieder? Warum interessiert sie mich überhaupt?
„Das macht 500 Yen.“
Die Stimme der Kassiererin riss mich aus meinen Gedanken. Ohne ein weiteres Wort zahlte ich und verließ den Laden.
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Je näher ich der Schule kam, desto mehr Schüler tauchten um mich herum auf. Alle in derselben Uniform.
Kurz vor dem Schultor stieg rechts von mir ein Paar aus dem Bus.
Ein vermutlich frischgebackener Oberschüler legte seine Hand auf den Hintern seiner Freundin, obwohl sie deutlich zeigte, dass sie das nicht wollte.
Du verdammter Bastard. Nimm deine dreckigen Hände weg.
Wie kann sie überhaupt mit so einem Typen zusammen sein?
Bestimmt wieder einer von denen, die „Ich liebe dich“ sagen und es nicht so meinen.
Bastard.
…Aber warum reg ich mich überhaupt auf?
Erstens: Zeitverschwendung.
Zweitens: Ist nicht mein Problem.
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In der Schule angekommen, ging ich zur großen Sporthalle. Dort sollte heute die Einteilung der Wohngemeinschaften bekanntgegeben werden.
Die Halle war voll mit Schülern — noch voller als gestern in der Mensa.
Warum bin ich überhaupt hier?
Ich hätte auch einfach zu Hause bleiben können.
Aber stattdessen… stehe ich hier.
Und hoffe… auf was eigentlich?
Die Schulglocke ertönte.
Sie klang wie eine alte Trompete aus dem 19. Jahrhundert.
Direktor Hatsumi erschien auf einer aufgebauten Tribüne und nahm ein Mikrofon aus seiner Hosentasche.
„Guten Morgen, liebe Schüler. Wie ihr wisst, werden heute die Einteilungen für die WGs stattfinden. Es gibt nicht viel zu bereden, und ich werde anderswo gebraucht, also fangen wir direkt an. Nach der Bekanntgabe begebt ihr euch sofort zu den Wohnblöcken im Osten der Stadt. Personal wird euch dort empfangen. Die Pflichtanmeldung muss bis heute 23:59 erfolgen. Fangen wir an.“
Sofort? Wieso sagen sie das nicht schon gestern?
Ich hab ja noch nicht mal gepackt!
Ich drehte mich seufzend zur Seite —
Und da war sie.
Diese langen, glatten, blonden Haare blitzten in meinem Augenwinkel auf.
Saya.
Ich drehte mich direkt zu ihr.
Ihr Gesichtsausdruck: kalt.
Ihre Augen sagten förmlich: „Halt die Klappe.“
Man sah sofort: Mit ihr ist nicht zu spaßen.
Plötzlich trafen sich unsere Blicke.
Oh Scheiße!
Ich drehte mich blitzschnell weg und starrte irgendwohin mit totem Ausdruck.
Hoffentlich hat sie das nicht gesehen…
Warte… was ist los mit dir?
Vergiss nicht, wie diese Menschen sind.
Menschen sind Abschaum.
Bis auf Opa.
Aber selbst ihn… muss ich jetzt verlassen.
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Die Zeit zog sich.
OHHHH MAAAANNNN… wie lange dauert das hier noch…
Die Halle wurde nach und nach leerer. Ich beschloss, im Stehen ein Nickerchen zu machen.
„Itsuki Tazuki, Tanja Wakazuki, Saya Runaka.“
Endlich…
…Warte.
SAYA?!




